Geschichte

Die erste „Freiwillige Feuerwehr“ im Gemeindegebiet Bergheim wurde 1901 in Kasern durch Graf von Wickelsburg gegründet. Der erste Hauptmann war der Besitzer der Gärtnerei Reischl. Ihm folgten Thomas Niederreiter (Jägerwirt) und Franz Rennleitner (ÖBB-Bediensteter). Die FF Kasern war stets stark mit den Feuerwehren Itzling und Gnigl verbunden, mit denen gemeinsame Übungen abgehalten wurden. Als die Wehr 1938 aufgelöst wurde, schlossen sich viele Feuerwehrmänner aus Kasern den Wehren Itzling, Gnigl und Lengfelden als unterstützende Mitglieder an. Die 1906 geweihte Fahne der FF Kasern wurde dem Löschzug Lengfelden übergeben.

Während also Kasern bereits um die Jahrhundertwende eine gut ausgebildete Feuerwehr besaß, gab es in den anderen Teilen der Gemeinde Bergheim an den neuralgischen Punkten (Bergheim, Muntigl, Siggerwiesen und Voggenberg) lediglich unzulängliche Zeugstätten, in denen nur kleine Saugpumpen unterbracht waren. Bedient wurden diese Spritzen von Gruppen aus der bäuerlichen Bevölkerung.

Auch in Lengfelden damals – am Fischachkanal – eine gemauerte Zeugstätte. Hier waren eine 1901 angekaufte größere Saugspritze untergebracht und die dazugehörigen Schläuche gelagert. Die Pappenfabrik Endmoser hatte schon immer sehr großes Interesse am Vorhandensein von Feuerlöschermittel bekundet und steuerte daher stets kräftig zur Erhaltung bei. Mehrere Arbeiter der Fabrik wurden vom Verwalter dieses Betriebes, Johann Strimitzer, im Feuerlöschwesen ausgebildet.

Nach dieser Vorarbeit kam es dann am 1. Juni 1902 durch Bemühungen von Johann Strimitzer zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lengfelden. Der Initiator wurde gleich zum ersten Feuerwehrhauptmann gewählt. Unter seiner Leitung wurde bald darauf ein neues Zeughaus gebaut, das rechtzeitig zum 10. Gründungsjubiläum fertiggestellt werden konnte. Für dieses Jubiläum war auch die Weihe der erste Fahne der FF Lengfelden vorgesehen. Patin sollte die (1975 seliggesprochene) Gräfin Maria Theresia Ledochowska sein, die sich schon seit Jahren als große Gönnerin der Feuerwehr erwiesen hatte. Die Gräfin musste die Patenschaft jedoch ablehnen, weil sie von ihrem Orden nach Rom berufen worden war.

Die Gründung der FF Bergheim erfolgte im Jahre 1914. Bei der Gründungsversammlung, Gründungsmitglieder der FF-BergheimSonntag 19. April 1914, waren im Gasthaus Gmachl u. a. anwesend: Feuerwehrhauptmann Strimitzer und der gesamte
Feuerwehrausschuss aus Lengfelden, ein Grossteil der Bevölkerung von Bergheim sowie Franz Josef Hlawa als Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes. Er erklärte die Statuen des Verbandes und erläuterte, dass Bergheim die 161. Feuerwehr des Kronlandes Salzburg sie und dass diese Wehren zusammen 9.593 Mitglieder hätten.

Am 29. April 1914 wurde die Gründung der Feuerwehr Bergheim von der K. und K. Landesregierung bestätigt.

Laut Protokoll vom 21. Oktober 1935 beim Fischachwirt wurde der Zusammenschuss der Feuerwehren Bergheim und Lengfelden beschlossen. Die Feuerwehr Bergheim bestand nun aus vier Löschzügen: dem Zug I in Bergheim, dem Zug II Muntigl, dem Zug III in Voggenberg sowie dem Zug IV in Lengfelden.

Erstmals rückte die neugegründete Wehr am 7. Juli 1914 anlässlich dem heiligen Requiem seiner K. u K. Hoheit Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich aus.

Als Ausrüstung wurde je Löschzug eine Spritze und 610 Meter Schläuche mit Reichskupplungen zugeteilt.

Eine erste Bewährungsprobe legte die junge Wehr im März 1920 ab, als der Brunnerbauer in Muntigl, wahrscheinlich nach Brandstiftung eines rachsüchtigen Hamsterers, wie die Salzburger Chronik damals schrieb, in Flammen stand. Dank des umsichtigen Einsatzes wurden die umliegenden Objekte vor den Flammen bewahrt. Auch die Feuerwehr Salzburg eilte mit ihrem mobilen Löschzug herbei.

Durch die Spendenfreudigkeit und Mitarbeit der Bevölkerung konnte 1925 eine Zeugstätte in Bergheim errichtet werden. 1927 wurden in Voggenberg und Muntigl Spitzenhütten gebaut.

Feuerwehrübung
Eine moderne Rosenbauer- Leichtmotorspritze konnte 1930 angeschafft werden. Zwanzig Jahre später investierte man in das erste Auto, einen Ford Canada.

Im Jahr 1954 feierte die Feuerwehr Bergheim das 40jährige Bestandjubiläum. Beim Festakt wurde die neugeweihte Fahne von Fahnenpatin Josefine Krieg übergeben.

1959 folgte ein Kleinlöschfahrzeug Ford FK 1250 mit Vorbaupumpe. Anfang der Siebzigerjahre setzte Bergheim eine starke Expansion der Bevölkerung sowie der Betriebsansiedlung ein. Gleichermaßen stieg auch die Verantwortung für den Feuerschutz sowie der Aufgabenbereich der Feuerwehr. Deshalb schaffte man auch 1970 für alle Löschzüge schwere Atmensschutzgeräte an. Fünf Jahre Später wurde die „Stille Alarmierung“ eingeführt und mittlerweile auf 12 Piepser ausgebaut.

1972 wurde für die Hauptwache Bergheim das erste Tanklöschfahrzeug (ein Mercedes 911) TLFA-2000
eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Dadurch war der Ausbau der Zeugstätte notwendig geworden, der 1974 fertiggestellt war.

1977 bekam die Hauptwache Bergheim die erste fixe Funkstation installiert.

Der alte Ford FK 1250 wurde 1980 durch ein neues Kleinlöschfahrzeug Type VW LT 35 abgelöst.

Auch für die beiden Außenlöschzüge Muntigl und Voggenberg galt es, den wachsenden Aufgaben entsprechend aufzurüsten. 1969 wurde für den Löschzug Muntigl ein VW-Bus ausgestattet, den 1982 ein Kleinlöschfahrzeug Typ VW LT 35 ablöste. Weiters bezog man eine neu erbaute Zeugstätte.

Für den Löschzug Voggenberg wurde 1975 eine neue Zeugstätte errichtet. 1988 rüstete man den Löschzug Voggenberg mit einem gebrauchten Range Rover aus. Der bis dahin verwendete Traktoranhänger wurde abgelöst.

In den Jahren 1985 und 1986 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Ökonomierat Christian Pongruber und dem damaligen Löschzugskommandant OFK Stv. OBI Johann Streitfellner eine neue Zeugstätte für den Löschzug Lengfelden gebaut, dieses Feuerwehrhaus verfügt über drei Stellplätze einen Funkraum (Florian Lengfelden), über einen großzügigen Aufenthaltsraum, ein Büro für den LZ-Kommandanten, eine Werkstatt für den Gerätewart, über einen Schulungsraum und über die notwendigen Sanitärräume.

 

Die Feuerwehr Bergheim platzte mittlerweile in ihrer alten Zeugstätte aus allen Nähten. Also begann man Mitte der Achtzigerjahre mit der Planung und Bau eines neuen großzügigen Feuerwehrhauses im Ortszentrum von Bergheim. Dank der starken finanziellen Unterstützung der Gemeinde und der regen Mitarbeit der Feuerwehrkameraden konnte am 20. Mai 1989 das neue Feuerwehrhaus eingeweiht und bezogen werden. Das neue Feuerwehrhaus verfügt nun über drei Standplätze, einen Servicestandplatz, einen Schlauchturm mit vollautomatischen Schlauchaufzug, Funk-, Aufenthalts- und Schulungsraum, einem Festsaal sowie Werkstätten für Zeug- und Atemschutzwart.

In einem großen Festakt mit Festzelt wurde 1990 das 75 Jahr Jubiläum gefeiert. Unter der Teilnahme von zahlreichen Gastfeuerwehren sowie aller Ortsvereine wurde ein Festzug und eine Feldmesse abgehalten.

In den folgenden Jahren wurde der Fahrzeugbestand dem neuesten Stand der Technik und den Richtlinien entsprechend aufgerüstet. 1992 wurde für den Löschzug Lengfelden ein Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000 in Betrieb genommen, 1993 wurde für die Hauptwache Bergheim ein Tanklöschfahrzeug TLF-A 3000 angekauft. Die Erneuerung des Fahrzeugbestandes setzte sich fort mit dem Tausch des Löschfahrzeuges LF-A beim LZ Lengfelden.

Im Jahr 1998 wurde unter Ortsfeuerwehrkommandant HBI Johann Reiter eine Jugendfeuerwehr gegründet, diese Jugendgruppe bildet heute die Zukunft unserer Wehr!

 

Durch die positive Entwicklung des LZ Voggenberg wurde es notwendig, ein neues Feuerwehrhaus mit einem Standplatz und Aufenthaltsraum zu errichten. Im Jahr 2000 konnte bei der Florianifeier das neue Kleinlöschfahrzeug KLF-A und im Sommer das neue Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht werden.

Im Jahr 2002 wurde der Fuhrpark der Feuerwehr Bergheim mit einem modernen schweren  Rüstfahrzeug mit Heckkran(SRFK-A) für die Hauptwache Bergheim aufgestockt, wobei es sich bei diesem Fahrzeug um ein Bezirksfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes mit Standplatz in Bergheim handelt.

 

Durch die Platznöte im Feuerwehrhaus Muntigl wurde es notwendig, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, im Jahr 2003 ( 6.Oktober) wurde mit dem Bau der neuen Zeugstätte für den Löschzug Muntigl begonnen, und nach nicht einmal einem Jahr am 6 Juni. 2004 wurde dann das neue Feuerwehrhaus feierlich geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Ein Dank sei an die Mitglieder des LZ Muntigl gerichtet die rund 4500 Arbeitsstunden in das neue Heim gesteckt haben.

 

Im Jahr 2005 wurde der Ankauf des Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) aus Mitteln der Mannschaftskasse im Feuerwehrausschuss beschlossen. Der Aufbau des MTF wurde durch die Feuerwehrmitglieder der FF-Bergheim selbst vorgenommen, so das dieser im Jahr 2006 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Aus Mitteln der Kameradschaftskasse des LZ Bergheim wurde eine Wärmebildkamera der Firma MSA AUER angeschafft.

Aus Eigenmitteln der Mannschaftskasse wurde 2007 vom Löschzug Lengfelden ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft und 2008 feierlich eingeweiht.              

VLF-Bergheim
Eine neue Generation von Feuerwehrfahrzeug konnte nach 4jähriger Planung im Jahr 2008 von der Feuerwehr Bergheim feierlich eingeweiht werden, das Voraus-Löschfahrzeug löste das mittlerweile in die Jahre gekommen Kleinlöschfahrzeug des Löschzug Bergheim ab.

 

Weiters wurde 2008 das neue Löschfahrzeug 1000 für den Löschzug Muntigl übergeben, dieses neue Einsatzfahrzeug löste ein 23 Jahre altes Kleinlöschfahrzeug ab.

 

Die Ortsfeuerwehrkommandanten von Bergheim:

1914 – 1931 Johann Haslauer, Faberlbauer

1931 – 1945 Karl Brandstätter, Volksschuldirektor

1945 – 1966 Anton Kriechhammer, Tannbauer

1966 – 1990 Anton Schwab, Großenbauer

1990 – 1995 Heinrich Spieldiener, Kraftfahrer

1995 – 1998 Paul Pomwenger, Postbediensteter

1998 -         Johann Reiter, Karosseur